
VfB-Cheftrainer Armin Veh: "Wir hatten uns für heute natürlich viel vorgenommen, waren aber nach der starken Vorrunde des "Clubs" auch gewarnt. Nach dem 0:1 war ein kleiner Knacks in der Mannschaft. Die Ordnung auf dem Platz war nicht mehr vorhanden und beim Versuch, Torchancen herauszuspielen, waren keine klaren Möglichkeiten dabei. Wir konnten uns im zentralen Bereich nicht entscheidend durchsetzen und haben in der Defensive danach die entscheidenden Zweikämpfe verloren. Unser Latein war meistens rund zwanzig Meter vor dem gegnerischen Tor zu Ende. Wir müssen dies analysieren und die Woche über daran arbeiten. Nun wird es sicher nicht einfacher, dennoch müssen wir die Köpfe hoch halten, um in Bielefeld etwas zu holen."
"Club"-Coach Hans Meyer: "Wir sind mit gemischten Gefühlen hierher gefahren. Noch im Mai haben wir in Stuttgart mit 0:1 verloren. Man weiß zu Beginn einer Saison nicht, wo man steht, obwohl wir gut vorbereitet waren, da wir den VfB bei Spielen und im Training einige Male beobachtet haben. Wir waren heute gut organisiert und sind entsprechend stabil gestanden. Das Quäntchen Glück war dann auch auf unserer Seite. Der Zeitpunkt zum 0:2 war sicher sehr glücklich. Die Entscheidung hätten wir dann kurz nach der Pause mit zwei, drei guten Chancen möglich machen können. Aber noch rechtzeitig für die Nerven des Trainers und der Fans fiel dann das dritte Tor. Bei einem 3:0 spricht man in der Regel von einem verdienten Sieg. Sicher fiel dieser heute aber ein oder zwei Tore zu hoch aus."
VfB-Abwehrchef Markus Babbel: "Dieses Resultat ist für mich unerklärlich, denn wir haben eine sehr gute Vorbereitung absolviert und uns wahnsinnig viel für dieses Spiel vorgenommen. So schlecht, wie es das Resultat ausdrückt, haben wir aber nicht gespielt. Wir haben durch einen Standard und zwei blitzsaubere Konter die Gegentore kassiert. Selbst hatten wir auch Chancen, haben sie aber eben nicht rein gemacht. Das ist im Moment unser großes Manko. Sicher hat uns gerade in dem so wichtigen Auftaktspiel auch Fernando Meira gefehlt. Er ist nicht umsonst unser Kapitän."
VfB-Rechtsverteidiger Ricardo Osorio: "Die erste Halbzeit lief eigentlich ganz gut und wir hatten auch unsere Möglichkeiten, um ein Tor zu schießen. Doch im Fußball muss man diese Chancen auch nutzen. In der Defensive sind wir gut gestanden, haben letztlich aber trotzdem drei Gegentreffer bekommen, was nicht passieren darf. Insgesamt war es für uns einfach ein schlechter Nachmittag."
FCN-Mittelfeldspieler Ivica Banovic: "Natürlich freut man sich, wenn man in Stuttgart 3:0 gewinnt. Im Moment weiß ich gar nicht, was ich sagen soll.
Man hat schon im Frühjahr gesehen, was wir zu leisten im Stande sind. Auch heute haben wir unsere Stärken konsequent umgesetzt. Das Zusammenspiel in der Offensive hat sehr gut geklappt. Es ist schön, dass ich alle drei Treffer vorbereiten konnte."
VfB-Neuzugang Pavel Pardo: "Ich bin unzufrieden, denn so habe ich mir meinen Bundesligastart natürlich nicht vorgestellt. Wir haben in der ersten Hälfte bis zum Gegentor ganz gut gespielt, danach hat sich die Situation jedoch geändert. Es war ein intensiv geführtes Spiel, bei dem wir mit Glück auch das ein oder andere Tor hätten erzielen können. Nun gilt es, das Spiel genau zu analysieren. In Bielefeld müssen wir viel besser spielen."
VfB-Kapitän Fernando Meira: "Es war heute schwierig, nicht dabei zu sein und die Mannschaft zu unterstützen, aber das Risiko war einfach zu groß für mich zu spielen. Wir haben heute insgesamt kein gutes Spiel gemacht, wobei Nürnberg das erste Tor sehr entgegenkam. Danach haben sie clever auf Konter gespielt. Insgesamt haben wir uns zu wenige Chancen erarbeitet und uns nicht gefunden. Zwei der drei Tore dürfen auf keinen Fall passieren, nämlich nach dem Freistoß und nach unserer Ecke. Leider war die Mannschaft nach dem ersten Gegentor zu nervös und konnte heute nicht zeigen, was sie wirklich kann."
"Club"-Torschütze Markus Schroth: "Wir hatten uns erträumt, hier zu gewinnen. Nun haben wir es auch geschafft und sind natürlich glücklich darüber. Ivica Banovic hat heute ein sehr gutes Spiel gemacht und alle drei Tore aufgelegt. Er ist sehr wichtig für unser Spiel nach vorne.
Wie es aussieht, können wir an unsere Form aus der letzten Saison anknüpfen. Phasenweise war es zwar noch etwas holprig, aber wir haben heute zur rechten Zeit die Tore gemacht."
VfB-Keeper Timo Hildebrand: "Wenn man zu Hause 0:3 verliert ist das natürlich nicht erfreulich. Ich glaube nicht, dass Nürnberg eine bessere Mannschaft ist als wir. Wir müssen weiter an uns arbeiten, was natürlich durch die Länderspielabstellungen in der kommenden Woche sehr schwierig wird. Ich denke, dass wir erst nach zehn Spieltagen wissen, wohin der Weg führen wird."