Samstag, 12.08.2006, 15:30 Uhr
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0 : 3 (0 : 2) |
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Schiedsrichter
Zuschauer
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Florian Meyer |
40000 |
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1 Timo Hildebrand 3 Ricardo Osorio 5 Markus Babbel 8 Daniel Bierofka 10 Jon Dahl Tomasson 11 Thomas Hitzlsperger 13 Pavel Pardo 14 Alexander Farnerud 17 Matthieu Delpierre 19 Roberto Hilbert 33 Mario Gomez |
1 Raphael Schäfer 4 Gláuber 5 Andreas Wolf 6 Tomas Galásek 10 Ivica Banovic 13 Ivan Saenko 19 Jan Kristiansen 21 Markus Schroth 28 Dominik Reinhardt 33 Robert Vittek 36 Jaouhar Mnari |
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| Auswechslungen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Karten | |||||||||||||
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| Trainer | |
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Armin Veh
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Hans Meyer
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Vier der insgesamt fünf Neuzugänge bot VfB-Cheftrainer Armin Veh zum Auftakt der Bundesliga-Spielzeit 2006/07 gegen den 1. FC Nürnberg im heimischen Gottlieb-Daimler-Stadion in seiner Startformation auf. Ricardo Osorio verteidigte auf der rechten Seite in der Viererkette, sein mexikanischer Landsmann Pavel Pardo spielte in der Zentrale an der Seite von Alexander Farnerud. Roberto Hilbert besetzte die rechte Flanke im Mittelfeld, das trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Kapitän Fernando Meira (Zerrung) nicht in einer Raute, sondern mit zwei defensiven Spielern in der Zentrale und offensiven Außen angeordnet war.
Die Partie begann verhalten, denn beide Teams riskierten zu Beginn nicht zu viel und waren darauf bedacht, zunächst Sicherheit in ihre Aktionen zu bekommen. So dauerte es bis zur zehnten Minute, ehe Jon Dahl Tomasson als Erster einen Schuss auf das Tor abgab, doch der neue Nürnberger Kapitän, Torhüter Raphael Schäfer, war zur Stelle und packte sicher zu. Drei Zeigerumdrehungen später geriet das Tor der Franken dann schon mehr in Gefahr, als Tomasson im Strafraum einen weiten Ball gekonnt annahm und quer auf seinen Sturmpartner Mario Gomez legte, der aber nicht mehr ganz an die Kugel kam, da Schäfer aufgepasst und sich das Spielgerät bereits gesichert hatte. Nach einer Viertelstunde tauchte auch der "Club" erstmals gefährlich vor dem VfB-Tor auf. Robert Vittek zog in halbrechter Position nach einer Flanke direkt ab, aber Timo Hildebrand konnte den Ball aus der Gefahrenzone fausten. Auch der Tunesier Jaouhar Mnari versuchte sich wenig später aus der Distanz, verfehlte dabei das Ziel aber klar. Mitte der ersten Hälfte verflachte die Partie dann für einige Minuten. Der VfB war zwar bemüht, doch in der neu zusammengestellten Mannschaft klappte noch nicht alles nach Wunsch und Nürnberg lauerte aus einer sicheren Defensive auf Konterchancen, die der VfB aber nicht zuließ. Erst in der 28. Minute wurde es wieder gefährlich.
Der mexikanische Neuzugang Ricardo Osorio dribbelte sich auf der rechten Seite in den Strafraum, ließ zwei Gäste-Verteidiger ins Leere laufen und flankte anschließend ins Zentrum, wo "Club"-Keeper Raphael Schäfer den Ball nicht zu fassen bekam. Deshalb bot sich Daniel Bierofka eine Schusschance aus acht Metern und spitzem Winkel, aber der Versuch des VfB-Mittelfeldspielers ging weit über das Tor.
Vittek und Schroth trafen per Kopf
Schiedsrichter Florian Meyer sorgte nach etwas mehr als einer halben Stunde für Unmut unter den VfB-Fans, als er eine Rückgabe von Dominik Reinhardt zu seinem Keeper Raphael Schäfer nicht abpfiff und der Veh-Elf damit eine mehr als aussichtsreiche Freistoßchance verwehrte. Matthieu Delpierre köpfte zehn Minuten vor der Pause einen Freistoß von Pavel Pardo dann über das Tor. Aus einer ähnlichen Standardsituation glückte den Gästen schließlich wenig später die glückliche Führung. Robert Vittek köpfte eine Hereingabe von Ivica Banovic aus acht Metern unhaltbar für Timo Hildebrand ins linke untere Eck und besorgte somit das 1:0 für den "Club". Praktisch mit dem Pausenpfiff spielte Alexander Farnerud Daniel Bierofka im Strafraum frei, dessen Flanke Raphael Schäfer gerade noch glücklich vor dem heraneilenden Roberto Hilbert wegfausten konnte. Statt 1:1 hieß es Sekunden später 0:2, denn die Nürnberger kamen mit einem Konter noch zum zweiten Treffer. Nach einer Flanke vom rechten Strafraumeck legte Ivica Banovic per Kopf quer auf Markus Schroth, der ungedeckt ins linke untere Eck einköpfen konnte und der Veh-Elf damit einen unerfreulichen Pausenstand bescherte.
Zum zweiten Durchgang kehrten beide Teams unverändert auf den Platz zurück. Fünf Minuten waren nach der Pause gespielt, als Jaouhar Mnari die Nürnberger noch höher hätte in Führung bringen können. In zentraler Position von Robert Vittek freigespielt, machte der Tunesier zunächst einen Haken um Markus Babbel herum, aber der VfB-Innenverteidiger konnte mit einem langen Bein auf Kosten einer Ecke gerade noch Schlimmeres verhindern. Doch auch nach dem Eckstoß wurde es gefährlich, da die VfB-Defensive das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone bringen konnte und Vittek sowie Glauber deshalb aus Nahdistanz zum Schuss kamen, aber wiederum war letztlich jeweils ein Bein eines VfB-Akteurs im Wege. Auf der anderen Seite spiele Jon Dahl Tomasson im Strafraum Roberto Hilbert frei, doch dessen Schuss wurde von der Nürnberger Hinterreihe abgeblockt.
Saenko machte alles klar
Nach exakt einer Stunde reagierte VfB-Coach Armin Veh und wechselte gleich doppelt aus. Antonio da Silva und Cacau ersetzten fortan Daniel Bierofka und Mario Gomez. Cacau sollte sich dann auch gleich gut einfügen, denn mit einem satten Distanzschuss prüfte er nur zwei Minuten nachdem er auf das Feld gekommen war Nürnbergs Keeper Raphael Schäfer, der allerdings glänzend abwehrte. Der VfB war zwar auch in der Folge bemüht, doch gegen defensiv sehr gut organisierte Nürnberger konnte sich das Team von Cheftrainer Armin Veh keine wirklich gefährlichen Chancen erspielen. Zu oft fehlte es noch an der Abstimmung und auch am notwendigen Tempo in den Offensivaktionen, die den Abwehrriegel der Franken nachhaltig hätten in Gefahr bringen können. Erst in der 74. Minute sorgte ein Pass in die Tiefe des eingewechselten Antonio da Silva wieder für wirkliche Gefahr. Sein Zuspiel erreichte in halblinker Position Jon Dahl Tomasson, aber der Däne scheiterte mit seinem Drehschuss am herausstürzenden Raphael Schäfer im "Club"-Tor. Gerade als der VfB besser ins Spiel und gefährlich vor das Tor zu kommen schien, versetzten die Franken mit einem Konter der Veh-Elf den endgültigen K.O.. Ivan Saenko rannte in Richtung VfB-Tor spielte am Strafraum Doppelpass mit Ivica Banovic und versenkte die Kugel anschließend genau im rechten oberen Toreck. VfB-Schlussmann Timo Hildebrand war einmal mehr ohne jede Abwehrchance. Unmittelbar nach dem dritten Tor tauschte dann auch Gäste-Coach Hans Meyer erstmals aus und brachte für Tomas Galasek Youngster Thomas Paulus ins Spiel. Und wenig später kamen auch noch Gerald Sibon und Leon Benko zu Kurzeinsätzen. Der Niederländer ersetzte Markus Schroth, der Kroate nahm den Platz von Robert Vittek ein. Auf dem Spielfeld passierte derweil bis zum Schlusspfiff nichts mehr Nennenswertes.
Der VfB verpatzte den Auftakt in die neue Saison vollkommen. Nach einer ausgeglichenen ersten halben Stunde schockte der "Club" das Team von Armin Veh mit einem Tor aus dem Nichts. Bei einer Standardsituation stimmte die Zuordnung nicht und Vittek traf zum 0:1. Schon nach diesem Rückstand war der neu formierten VfB-Mannschaft anzumerken, dass die Automatismen im Spiel nach vorne noch nicht vorhanden sind. Dazu kam, dass das Tor unmittelbar vor dem Pausenpfiff den VfB-Spieler das nach einer schwachen Vorsaison ohnehin labile Selbstvertrauen vollends raubte. Zu unentschlossen ging die Mannschaft von Armin Veh deshalb den zweiten Durchgang an und wurde lediglich bei Einzelaktionen gefährlich. Statt des erhofften Anschlusstreffers gab es deshalb lediglich noch das dritte und alles entscheidende Tor der Gäste zu sehen.