Samstag, 18.11.2006, 15:30 Uhr
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2 : 1 (2 : 1) |
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Schiedsrichter
Zuschauer
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Michael Weiner |
69000 |
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1 Oliver Kahn 2 Willy Sagnol 5 Daniel van Buyten 6 Martin Demichelis 10 Roy Makaay 14 Claudio Pizarro 17 Mark van Bommel 20 Hasan Salihamidzic 21 Philipp Lahm 31 Bastian Schweinsteiger 39 Andreas Ottl |
1 Timo Hildebrand 13 Pavel Pardo 15 Arthur Boka 17 Mathieu Delpierre 18 Cacau 19 Roberto Hilbert 22 Christian Gentner 25 Antonio da Silva 28 Sami Khedira 33 Mario Gomez 35 Serdar Tasci |
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| Auswechslungen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Karten | |||||||||||||
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Felix Magath
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Armin Veh
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Eine Veränderung musste VfB-Cheftrainer Armin Veh in seiner Startelf beim Auswärtsspiel in München im Vergleich zum zurückliegenden 2:1-Sieg in Hannover vornehmen. Im Mittelfeld ersetzte Sami Khedira den gelb-rot-gesperrten Thomas Hitzlsperger. Ansonsten schenkte Veh den bewährten Kräften das Vertrauen, auch weil Fernando Meira zwar erstmals im Kader, aber noch nicht fit genug für einen 90-Minuten-Einatz war.
Beide Mannschaften begannen zwar engagiert, allerdings blieben klare Chancen in den ersten Minuten aus, da nicht von Beginn an mit letzter Konsequenz nach vorne gespielt wurde. Erst nach acht Minuten wurde es richtig gefährlich und die rund 7.000 mitgereisten VfB-Fans hatten gleich Grund zum Jubeln. Cacau spielte im Mittelfeld auf Christian Gentner, der direkt auf den sich frei laufenden Mario Gomez passte. Der VfB-Angreifer schüttelte seinen Bewacher ab und traf mit einem platzierten Flachschuss ins linke untere Eck zum frühen 0:1. VfB-Keeper Timo Hildebrand musste nach einer knappen Viertelstunde erstmals eingreifen. Makaay fand mit einem Pass von der linken Seite seinen Sturmpartner Claudio Pizarro, mit dessen Schuss die Nummer eins des VfB aber keine Mühe hatte, genauso wie 60 Sekunden später bei einem weiteren Versuch des Peruaners aus halblinker Position. Die Hausherren erarbeiteten sich Mitte des ersten Durchgangs ein optisches Übergewicht, kamen aber erst nach einer Ecke wieder gefährlich vor das VfB-Tor. Die Hereingabe von Bastian Schweinsteiger wollte Hasan Salihamidzic aufs Tor köpfen, doch sein Ball wurde zur Vorlage für Martin Demichelis, der am langen Pfosten aber nicht mehr das Spielgerät erreichen konnte. Im Gegenzug patzte der Argentinier bei einem Zuspiel durch einen Stellungsfehler und ermöglichte Cacau die Chance zu einem Torschuss, den Demichelis aber mit letztem Einsatz noch unterbinden konnte. Der brasilianische VfB-Angreifer prüfte indes wenig später Oliver Kahn mit einem Flachschuss aus zwanzig Metern, den Bayerns Schlussmann zur Ecke lenkte.
Danach kamen die Bayern besser ins Spiel. Mark van Bommel verzog aus halbrechter Position aber zunächst genauso wie wenig später Roy Makaay nach einem Steilpass von Andreas Ottl. In beiden Fällen gingen die Schüsse links am Tor vorbei, wie auch bei einem weiteren Versuch aus der Distanz von Bastian Schweinsteiger nach 25 Minuten. Doch 120 Sekunden später lag das Spielgerät dann im VfB-Tor. Nach einer Linksflanke von Philipp Lahm stieg Roy Makaay im Strafraum hoch und hatte im Luftduell Vorteile gegen Arthur Boka. Mit einem platzierten Kopfstoß ins linke Eck ließ der Holländer Timo Hildebrand keine Chance und markierte somit den 1:1-Ausgleich.
Pizarro staubte zum 2:1-Pausenstand ab
Eine unschöne Szene gab es dann nach 34 Minuten zu sehen. Daniel van Buyten checkte zunächst im Mittelfeld beim Kampf um den Ball Pavel Pardo weg und trat dem am Boden liegenden Mexikaner danach auf den Kopf. Pardo blutete und musste deshalb behandelt werden, während Schiedsrichter Weiner den Münchner Abwehrspieler noch nicht einmal verwarnen wollte. Die dadurch entstandene kurzzeitige Unordnung im VfB-Team nutzten die Münchner Sekunden später eiskalt zum Führungstreffer. Mark van Bommel setzte sich auf der rechten Seite gegen zwei VfB-Akteure durch und flankte flach ins Zentrum. Dort ließ Martin Demichelis, bedrängt von seinem Gegenspieler die Kugel geschickt passieren, so dass der hinter im stehende Claudio Pizarro nur noch den Fuß zum 2:1 hinhalten musste. Der VfB versuchte gleich nach dem Rückstand die Initiative zu ergreifen und den Ausgleich herzustellen. Doch mehr als ein Distanzschuss des lädierten Pavel Pardo kam dabei nicht mehr heraus. Sein Versuch ging rechts am Tor vorbei. Kurz danach erfolgte der Pausenpfiff.
Zum zweiten Durchgang kehrten beide Teams unverändert auf den Platz zurück. Die zweiten 45 Minuten begannen wie die ersten, nämlich zunächst ohne nennenswerte Strafraumaktionen auf beiden Seiten. Armin Veh reagierte deshalb nach 54 Minuten mit einem Wechsel und personellen Umstellungen. Fernando Meira feierte nach langer Pause wegen einer Wadenverletzung sein Comeback und ersetzte Christian Gentner. Der Portugiese rückte in die Innenverteidigung, Serdar Tasci eine Position nach außen und Roberto Hilbert übernahm Gentners Part im rechten Mittelfeld. Die nächste Chance hatten aber die Gastgeber. Claudio Pizarro fand mit einem Pass in die Tiefe Roy Makaay auf der rechten Seite, dessen flache Hereingabe sein Landsmann Mark van Bommel zum Glück des VfB in aussichtsreicher Position und unter Bedrängnis über das VfB-Tor schoss. Nach etwas mehr als einer Stunde wechselte Armin Veh dann zum zweiten Mal aus. Daniel Bierofka kam für Sami Khedira in die Partie und der gebürtige Münchner war gleich im Spiel. Sekunden nach seiner Einwechslung zog er in halblinker Position ab und setzte die Kugel nur knapp über den Querbalken. Bayern ließ den VfB Mitte des zweiten Durchgangs etwas kommen und versuchte über Konter die Entscheidung herbeizuführen.
Bis zum Schluss bemüht, aber ohne Glück im Abschluss
So erspielte sich die Veh-Elf optische Vorteile und kam nach Zuspiel von Roberto Hilbert durch Cacau zu einer weiteren Halbchance. Allerdings war der Schuss des Brasilianers aus 20 Metern keine große Herausforderung für Oliver Kahn zwischen den Pfosten des Münchner Tores. Als Daniel Bierofka nach 70 Minuten von Mario Gomez im Strafraum bedient wurde und nach einem Haken zu Fall kam, forderten die VfB-Fans Elfmeter, doch Schiedsrichter Michael Weiner ließ wohl zurecht weiterlaufen, da, wenn überhaupt, dann nur eine minimale Berührung vorlag. Im Gegenzug war der VfB bei einem weiten Schlag im Glück, dass Roy Makaay wegen einer Abseitsposition spät zurückgepfiffen wurde. Die Entscheidung war hauchdünn, weshalb der Assistent wohl auch lange gezögert hatte. Auf der anderen Seite scheiterte Antonio da Silva mit einem Freistoß in halbrechter Position, der letztlich abgeblockt wurde. Bei den Bayern ersetzte danach Christian Lell Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger, womit Felix Magath sein Team etwas defensiver ausrichtete. Das Spiel fand derweil weiter meist zwischen den Strafräumen statt. Erst 13 Minuten vor dem Ende änderte sich dies wieder. Hasan Salihamidzic zog vom linken Strafraumeck aus ab, aber Timo Hildebrand war zur Stelle. Im Gegenzug, köpfte der aufgerückte Serdar Tasci eine abgefälschte Linksflanke von Antonio da Silva am Tor vorbei und auch Cacau hatte mit einem Linksschuss kein Glück, als er sich den Ball zunächst per Hacke selbst vorgelegt hatte, dann aber verzog. Für VfB-Spielmacher Antonio da Silva war die Partie dann elf Minuten vor Schluss frühzeitig beendet. Den Brasilianer beerbte Marco Streller auf dem Platz, der nach seiner Einwechslung gleich dreimal in der Nähe des Münchner Strafraumes gehalten, gefoult und zu Boden gerissen wurde, was Schiedsrichter Michael Weiner aber in allen Fällen übersah oder nicht werten wollte und den Hausherren dadurch einen zumindest dezenten Vorteil verschaffte. Der VfB rannte trotzdem weiter in Richtung Bayern-Tor und versuchte noch zum Ausgleich zu kommen, was den Gastgebern Räume zu Kontern bot. So musste Fernando Meira fünf Minuten vor Schluss als letzter Mann gegen Roy Makaay klären und Timo Hildebrand einen Schuss von Hasan Salihamidzic parieren, nachdem der Bosnier von Philipp Lahm per Rückpass von der Grundlinie bedient worden war. Bei den Bayern kam 60 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit dann noch Roque Santa Cruz für Claudio Pizarro ins Spiel, was nur dazu diente, Zeit zu gewinnen. Dasselbe galt für den Sekundeneinsatz von Sebastian Deisler, der in der Nachspielzeit Roy Makaay ersetzte. Acht Mal tickte der Zeiger dann noch auf der Uhr, bis Schiedsrichter Weiner die Partie abpfiff.
Der VfB unterlag am 13. Spieltag der Fußball-Bundesliga beim FC Bayern trotz einer frühen Führung. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh konnte nach dem schnellen 1:0 die Bayern nicht weit genug vom Strafraum weg halten und kassierte Mitte des ersten Durchgangs folglich den Ausgleich. Dass die Münchner aktuell die cleverere und routinierte Mannschaft besitzen wurde beim zweiten Gegentor deutlich. Nach der Verletzungsunterbrechung wegen Pavel Pardos Wunde am Kopf nutzten die Münchner die Unordnung im VfB-Team eiskalt zum 2:1 aus. Dass dieses Tor schon entscheidend war lag daran, dass der VfB seine optischen Vorteile nach der Pause kaum zu klaren Chancen nutzen konnte und Bayern seine Kontermöglichkeiten leichtfertig vergab.