Saison:

 
 

Samstag, 10.02.2007, 15:30 Uhr

 

VfB Stuttgart

Werder Bremen

Ergebnis

4 : 1  (3 : 1)

Schiedsrichter
Zuschauer
Manuel Gräfe
55900
Aufstellung
1
Timo Hildebrand

6
Fernando Meira

11
Thomas Hitzlsperger

13
Pavel Pardo

17
Matthieu Delpierre

18
Cacau

19
Roberto Hilbert

21
Ludovic Magnin

25
Antonio da Silva

33
Mario Gomez

35
Serdar Tasci

18
Tim Wiese

4
Naldo

5
Pierre Wome

8
Clemens Fritz

10
Diego

11
Miroslav Klose

14
Aaron Hunt

20
Daniel Jensen

22
Torsten Frings

24
Tim Borowski

29
Per Mertesacker

Tore
3. Min 1:0  Roberto Hilbert
15. Min 2:0  Mario Gomez
33. Min 3:1  Ludovic Magnin
86. Min 4:1  Marco Streller
21. Min 2:1  Diego
     
     
     
Auswechslungen
52. Min Fernando Meira
  Sami Khedira
74. Min Cacau
  Marco Streller
80. Min Antonio da Silva
  Christian Gentner
30. Min Daniel Jensen
  Jurica Vranjes
62. Min Clemens Fritz
  Markus Rosenberg
77. Min Aaron Hunt
  Hugo Almeida
Karten
25. Min Cacau
78. Min Serdar Tasci
79. Min Ludovic Magnin
18. Min Torsten Frings
65. Min Naldo
67. Min Pierre Wome
Trainer
Armin Veh
Thomas Schaaf
 
 
 
Bundesliga, 10.02.2007

Verdienter Sieg im Spitzenspiel

Eine Änderung nahm VfB-Cheftrainer Armin Veh in seiner Startformation beim Heimspiel gegen Werder Bremen im Vergleich zum zurückliegenden 1:0-Erfolg in Dortmund vor. Der nach seiner Rotsperre wieder einsatzbereite Serdar Tasci ersetzte in der Viererabwehrkette Ricardo Osorio als Rechtsverteidiger. Der Mexikaner war erst gestern Morgen von einer Länderspielreise aus den USA zurückgekehrt, weshalb ihm Veh nach den Reisestrapazen eine Pause gönnte und auf den frischeren Tasci setzte.
Der VfB erwischte einen Traumstart, denn mit dem ersten richtigen Angriff der Partie ging die Veh-Elf gleich in Führung. Ludovic Magnin flankte von der linken Seite in die Mitte, wo Mario Gomez zwar einen Schritt zu spät kam, so aber Roberto Hilbert zum Torschuss einlud. Der VfB-Mittelfeldspieler hatte freie Bahn und versenkte die Kugel im langen Eck zum frühen 1:0. Damit gelang dem Franken im VfB-Trikot auch sein zweiter Saisontreffer gegen Bremen, nachdem er schon im Hinspiel erfolgreich gewesen war. Nach zehn Minuten hätte Mario Gomez beinahe das zweite VfB-Tor nachgelegt. Von Antonio da Silva mit einem schönen Pass in die Tiefe herrlich in Szene gesetzt, steuerte der Nationalspieler in halbrechter Position in Richtung Bremer Kasten zu, setzte die Kugel aber rechts am Pfosten vorbei. Im Gegenzug kamen die Gäste erstmals gefährlich vor das VfB-Gehäuse. Aaron Hunt flankte von links und fand den Kopf von Miroslav Klose, der im Zweikampf mit Ludovic Magnin das Spielgerät zum Glück für die Veh-Elf nicht mehr richtig platzieren konnte. Schüsse von Tim Borowski auf der einen und Thomas Hitzlsperger auf der anderen Seite waren danach eher harmloserer Natur. Nach exakt einer Viertelstunde hatten die VfB-Fans im weiten Rund dann aber erneut Grund zum Jubeln. Denn bei einem schulmäßig vorgetragenen Angriff fand Cacau mit einem Pass seinen Sturmpartner Mario Gomez, der in zentraler Position mit einem Linksschuss vorbei an Tim Wiese zum 2:0 vollendete.

Top

Werder versuchte es nach gut 20 Minuten in Person von Clemens Fritz mit einem Schuss vom rechten Strafraumeck, den Timo Hildebrand jedoch parieren konnte. Doch nur Sekunden danach war der VfB-Keeper geschlagen.

Anschluss durch Diego, 3:1 durch Magnin

Nach einer Hereingabe von Tim Borowski konnte sich Miroslav Klose im Zweikampf mit Serdar Tasci zunächst nicht durchsetzen, stocherte den Ball danach aber in Richtung Zentrum, wo er im ungedeckten Diego einen dankbaren Abnehmer fand. Der Brasilianer drosch die Kugel aus Nahdistanz zum 1:2-Anschlusstreffer für die Norddeutschen unter die Latte. Die VfB-Antwort gab Roberto Hilbert nur wenig später, der eine Linksflanke mit viel Risiko volley abnahm und dabei das Ziel verfehlte. Nach einer knappen halben Stunde musste Timo Hildebrand schließlich bei einem satten Schuss von Diego all sein Können aufzeigen. Die Nummer Eins des VfB lenkte den gefährlichen Versuch des Brasilianers gekonnt zur Ecke, was die Zuschauer mit Applaus honorierten. Den einen oder anderen Pfiff gab es derweil für Ex-VfB-Spieler Jurica Vranjes, der bereits nach 30 Minuten bei Werder für den angeschlagenen Daniel Jensen in die Partie kam. Doch nicht der ehemalige Stuttgarter, sondern ein einstiger Bremer sorgte für das nächste Highlight. Ludovic Magnin spielte auf der linken Seite Doppelpass mit Thomas Hitzlsperger und düpierte danach mit einem Rechtsschuss vom linken Strafraumeck Tim Wiese, denn der Schweizer traf via Innenpfosten mit seinem schwächeren Fuß zum 3:1. Und nur 60 Sekunden später verpassten Roberto Hilbert und Cacau eine flache Hereingabe von Serdar Tasci, die Wiese in höchster Not noch erreichte und somit einen höheren Rückstand seiner Elf verhinderte. Das Spiel verlor auch danach nicht an Unterhaltungswert und Tempo. So versuchte es Tim Borowski mit einem satten Distanzschuss und verfehlte das Ziel dabei weitaus knapper als im Gegenzug Roberto Hilbert mit einer Volleyabnahme nach Flanke von Thomas Hitzlsperger. Die letzte Chance vor dem Pausenpfiff gehörte den Gästen, als sich den Bremern gleich mehrfach die Gelegenheit zum Abschluss bot, die VfB-Verteidigung aber mit vereinten Kräften und auch dem notwendigen Glück gegen Aaron Hunt und Torsten Frings retten konnte, so dass es mit einem verdienten Zwei-Tore-Vorsprung der Veh-Elf in die Kabinen ging.

Fantastischer Hildebrand

Aus diesen kehrten jene 22 Akteure wieder auf den Platz zurück, die die ersten 45 Minuten beendet hatten. Die erste Chance nach Wiederbeginn hatte Bremen. Torsten Frings flankte von der rechten Seite und Aaron Hunt lenkte die Kugel mit der Hacke in Richtung VfB-Kasten, wo Timo Hildebrand aber sicher zupacken konnte. Einen schweren Schlag musste der VfB nach 50 Minuten hinnehmen, denn Kapitän Fernando Meira schied verletzungsbedingt aus. Der Portugiese konnte nach einem Zweikampf nicht mehr weiter spielen und musste vom Feld getragen werden. Armin Veh brachte Sami Khedira ins Spiel, was zur Folge hatte, dass Serdar Tasci in die Innenverteidigung rückte, Roberto Hilbert rechts hinten verteidigte und Khedira im rechten Mittelfeld agierte. Fußballerisch ging es mit einer Freistoßflanke von Diego weiter. Die Hereingabe des Brasilianers verlängerte Per Mertesacker gefährlich in Richtung langem Pfosten, wo Naldo zum Glück des VfB die Kugel nur noch am Kasten vorbeibrachte. Da Werder in dieser Phase der Partie den Druck erhöhte, verlagerte sich der VfB aufs Kontern. So versuchte sich Thomas Hitzlsperger nach einer Stunde mit einem Distanzschuss, den Tim Wiese aber zu fassen bekam. Danach wechselte Bremens Trainer Thomas Schaaf zum zweiten Mal aus und brachte mit Markus Rosenberg anstelle von Verteidiger Clemens Fritz eine weitere Offensivkraft ins Spiel. Und der Schwede fügte sich gleich gut ein, denn sein Kopfball nach einem Freistoß von Torsten Frings ging nur knapp über das VfB-Tor. Auch Miroslav Klose verfehlte das Ziel danach aus halblinker Position nicht allzu weit. Timo Hildebrand war dann in der 68. Minute ein Garant dafür, dass der Vorsprung der Veh-Elf nicht schmolz. Denn mit einer fantastischen Reaktion wehrte er einen Schuss des nach einem Zuspiel von Jurica Vranjes vollkommen ungedeckten Tim Borowski ab und verhinderte damit ein zweites Gegentor. Im Gegenzug hätte ein Konter über Mario Gomez beinahe zum Erfolg geführt, allerdings geriet sein Pass auf Cacau zu weit, weshalb Tim Wiese in dieser Situation Sieger blieb. Bremen drängte Mitte des zweiten Durchgangs nachhaltig auf das Anschlusstor, doch auch der VfB blieb gefährlich. So stand Mario Gomez bei einem Pass von Pavel Pardo nur Zentimeter im Abseits und wurde deshalb an seinem zweiten persönlichen Erfolgserlebnis gehindert.

Streller machte alles klar

Armin Veh reagierte auf den zunehmenden Druck der Grün-Weißen und wechselte nach 74 Minuten mit Marco Streller für Cacau einen frischen Angreifer ein, um für Entlastung sorgen zu können. Derweil blieb Timo Hildebrand maßgeblich dafür verantwortlich, dass das Bremer Anrennen nicht von Erfolg gekrönt sein sollte. Denn einmal mehr machte er einen Schuss von seinem Nationalmannschaftskollegen Tim Borowski in bravouröser Manier zunichte. Bei Werder kam schließlich wenig später mit Hugo Almeida für Aaron Hunt ein weiterer Angreifer in die Partie, aber die nächste Chance gehörte dem VfB. Ludovic Magnin sprintete den linken Flügel hinunter und drang in den Strafraum ein. Seinen Schuss vorbei am herausstürzenden Tim Wiese rettete Torsten Frings in akrobatischer Art und Weise und verhinderte damit ein viertes VfB-Tor. Armin Veh brachte anschließend Christian Gentner für Antonio da Silva ins Spiel, das weiter hochklassig und abwechslungsreich blieb. Die nächste klare Möglichkeit hatte Miroslav Klose, der bedient von Diego in allerhöchster Not noch vom aufmerksamen Serdar Tasci an einem erfolgreichen Abschluss gestört wurde. Doch auch Mario Gomez auf der einen und Tim Borowski auf der anderen Seite waren nahe an einem Erfolgserlebnis, das jedoch letztlich ausbleiben sollte. Vier Minuten vor dem Ende machte der VfB dann aber den Sack zu. Ein Konter über Mario Gomez führte zum 4:1. Die Flanke des VfB-Angreifers spielte Roberto Hilbert in halbrechter Position überlegt quer auf den völlig freistehenden Marco Streller, der bei seinem ersten Versuch zwar noch seinen Meister in Tim Wiese fand, im Nachschuss aber die Kugel in die Maschen schießen konnte. Die letze Chance der Partie hatte Ex-VfB-Spieler Jurica Vranjes, dessen Schuss am rechten Pfosten des VfB-Gehäuses vorbeistrich

Dank eines Blitzstarts und einer über fast die gesamten 90 Minuten beeindruckenden Leistung gewann der VfB das Spitzenspiel der 21. Bundesligarunde verdient mit 4:1 gegen Werder Bremen. Nach der schnellen 2:0-Führung durch Roberto Hilbert und Mario Gomez kam Werder zwar durch Diegos Treffer wieder heran, aber Ludovic Magnins 3:1 war noch vor der Pause die richtige Antwort der Veh-Elf. Im zweiten Durchgang verlor der VfB dann durch den verletzungsbedingten Ausfall von Fernando Meira kurzzeitig den Rhythmus, hatte aber im überragenden Timo Hildebrand einen Garanten für den späteren Sieg. Der Nationalkeeper rettete in der Bremer Drangphase gleich mehrfach mit herausragenden Paraden und ebnete somit den Weg zum Sieg, den Marco Streller mit seinem späten Tor vollends sicherstellte.

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