Samstag, 17.03.2007, 15:30 Uhr
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1 : 0 (0 : 0) |
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Schiedsrichter
Zuschauer
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Dr. Helmut Fleischer |
61482 |
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12 Manuel Neuer 3 Levan Kobiashvili 5 Marcelo Jose Bordon 8 Fabian Ernst 17 Mesut Özil 18 Rafinha 19 Halil Altintop 20 Mladen Krstajic 22 Kevin Kuranyi 24 Christian Pander 25 Zlatan Bajramovic |
1 Timo Hildebrand 3 Ricardo Osorio 6 Fernando Meira 9 Marco Streller 11 Thomas Hitzlsperger 13 Pavel Pardo 14 Alexander Farnerud 17 Matthieu Delpierre 18 Cacau 19 Roberto Hilbert 21 Ludovic Magnin |
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| Auswechslungen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Karten | |||||||||||||
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| Trainer | |
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Mirko Slomka
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Armin Veh
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Auf die im Vorfeld des Gastspieles auf Schalke in Erwägung gezogene taktische Veränderung verzichtete Armin Veh und setzte auch in der VELTINS Arena trotz der verletzungsbedingten Ausfälle von Serdar Tasci (Muskelfaserriss) und Mario Gomez (Innenbandriss) auf eine 4-4-2-Formation, in der Timo Hildebrand nach auskurierter Grippe wieder anstelle von Michael Langer das Tor hütete, der in der Vorwoche beim 0:0 gegen Wolfsburg debütiert hatte. Auch Abwehrchef Fernando Meira war wieder mit von der Partie und ersetzte nach seiner Erkrankung Serdar Tasci in der Innenverteidigung. Im Mittelfeld durfte derweil Alexander Farnerud für Sami Khedira hinter den beiden Spitzen ran, die nach dem Ausfall von Mario Gomez Cacau und Marco Streller hießen.
Die erste Chance des Spiels hatten die Gastgeber nach vier Minuten, als der zu Beginn recht offensiv und stürmisch ausgerichtete VfB in einen Schalker Konter lief, an dessen Ende Mesut Özil in halblinker Position zum Abschluss kam, die Kugel aber zum Glück der Veh-Elf über den Querbalken setzte. Der VfB versteckte sich indes keineswegs und hatte nach gut zehn Minuten eine erstklassige Chance, als Cacau am rechten Flügel durchgebrochen war und klug ins Zentrum passte, wo am Ende aber Roberto Hilbert in aussichtsreicher Position erfolgreich von der Schalker Hintermannschaft abgeblockt wurde.
Chancen für Bajramovic und Kuranyi
Hilbert war auch nach einer Viertelstunde wieder gefährlich, als er auf der rechten Seite in den Strafraum stürmte und flach ins Zentrum passte, zum Glück der Hausherren aber keinen Mitspieler, sondern nur das lange Bein von Marcelo José Bordon fand. In den folgenden Minuten neutralisierten sich beide Teams weitgehend, klare Tormöglichkeiten gab es hüben wie drüben nicht. Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde wurde es wieder gefährlich.
Ein missglückter Befreiungsschlag von Thomas Hitzlsperger landete vor den Füßen von Zlatan Bajramovic, dessen satten Schuss Timo Hildebrand erstklassig um den Pfosten lenkte. Wenige Minuten später legte Schalke nach. Rafinha wurde am rechten Flügel frei gespielt und hob die Kugel ins Zentrum auf den Kopf von Kevin Kuranyi, der allerdings seinen Meister im einmal mehr glänzenden Hildebrand fand. Der mehr als kleinliche Schiedsrichter Dr. Helmut Fleischer pfiff danach Cacau zurück, der sich gegen Christian Pander fair an der rechten Flanke durchgesetzt und anschließend freie Bahn hatte, so dass der VfB um eine aussichtsreiche Gelegenheit gebracht wurde. Auf der anderen Seite drückte Ex-VfB-Spieler Marcelo José Bordon eine Ecke von Christian Pander rechts am VfB-Tor vorbei. Somit ging es torlos in die Kabinen.
Hitzlsperger traf den Pfosten
Ohne personelle Veränderungen ging es nach der Pause weiter. Der auffälligste Mann nach Wiederbeginn war zunächst Marco Streller, der erst zweimal in aussichtsreicher Position noch ausgebremst wurde und dann nach einer von Pavel Pardo kurz auf Ludovic Magnin ausgeführten Ecke um ein Haar erfolgreich gewesen wäre. Die Hereingabe seines Landsmannes versuchte Streller aufs lange Eck zu drücken und verpasste das Ziel nur hauchdünn. Auch Pavel Pardo hatte danach die VfB-Führung auf dem Fuß, als ein abgeblockter Versuch aus der Distanz in halbrechter Position zur Vorlage für den Mexikaner wurde und er mit einem satten Schuss Manuel Neuer zu einer Glanztat zwang. Riesenglück hatte Schalke dann in Minute 57 als Thomas Hitzlsperger beherzt aus gut 30 Metern abzog und die Kugel nicht nur zur Überraschung des in dieser Situation völlig regungslosen Schalker Keepers Manuel Neuer am linken Pfosten endete. Alexander Farnerud bediente wenig später Cacau, dessen Schuss aus gut 20 Metern links am Kasten der Schalker vorbei strich. Die Hausherren taten sich nach der Pause schwer, klare Chancen herauszuarbeiten, so dass ein Kopfball von Kevin Kuranyi nach einer Freistoßflanke von Christian Pander noch die beste Möglichkeit war, auch wenn der Ball nach etwas mehr als einer Stunde letztlich weit am VfB-Kasten vorbei ging. Auch ein Fernschuss von Levan Kobiashvili wenige Minuten später war eher der Kategorie harmlos zuzuordnen und stellte Timo Hildebrand nicht wirklich vor Probleme.
Krstajic mit dem Tor des Tages
22 Minuten vor dem Ende wechselte Armin Veh dann erstmals aus und ersetzte Alexander Farnerud auf der Position hinter den Spitzen durch Antonio da Silva. Die nächste Chance hatte aber wieder Thomas Hitzlsperger, dessen Distanzschuss Manuel Neuer nur abklatschen konnte. Der folgende Kopfball von Marco Streller fand dann nicht das Ziel, hätte aber wegen einer Abseitsposition ohnehin nicht gezählt. Bei Schalke kam schließlich 19 Minuten vor Schluss mit Søren Larsen für Levan Kobiashvili ein weiterer Angreifer ins Team und der Däne führte sich auch gleich mit einem Schuss gut ein, den Timo Hildebrand aber ohne Mühe parierte. Bei einem abgefälschten Freistoß von Christian Pander musste Timo Hildebrand danach nicht eingreifen, aber die folgende Ecke sollte dann zur mehr als glücken Führung der Gastgeber führen. Die Hereingabe von Mesut Özil prallte Matthieu Delpierre im Zweikampf unglücklich an den Oberschenkel und wurde so zur Vorlage für Mladen Krstajic, der einen Tick schneller als Timo Hildebrand war und die Kugel aus Nahdistanz über die Linie stocherte. Armin Veh reagierte auf den Rückstand mit der Auswechslung von Ricardo Osorio und ersetzte seinen Rechtsverteidiger durch Angreifer Benjamin Lauth. Nur zwei Minuten später kam noch Sami Khedira anstelle von Thomas Hitzlsperger zum Zug. Und der VfB-Youngster prüfte Manuel Neuer im Schalker Tor auch gleich mit einem gefährlichen Schlenzer aufs rechte obere Eck, den der FC-Keeper nur mit viel Mühe über die Latte lenken konnte. Bereits in der Nachspielzeit ersetzte schließlich noch Dario Rodriguez Kevin Kuranyi, um die Uhr vollends ablaufen zu lassen.
Am Ende verlor der VfB auf Schalke ein Spiel, in dem er über weite Strecken das bessere Team war. Ein einziger Fehler in der Hintermannschaft reichte Schalke aber zum Sieg, während der VfB seine Möglichkeiten in der Offensive nicht konsequent genug nutzte. Da wie bei Hitzlspergers Pfostentreffer auch noch Pech im Spiel war, musste die Mannschaft von Armin Veh trotz einer ansprechenden Leistung gegen einen keineswegs überragend aufspielenden Tabellenführer die Heimreise mit leeren Händen antreten.