Saison:

 
 

Samstag, 07.04.2007, 15:30 Uhr

 

Hamburger SV

VfB Stuttgart

Ergebnis

2 : 4  (0 : 3)

Schiedsrichter
Zuschauer
Lutz Wagner
57000
Aufstellung
35
Frank Rost

3
Thimothee Atouba

4
Bastian Reinhardt

5
Joris Mathijsen

7
Mehdi Mahdavikia

14
David Jarolim

17
Boubacar Sanogo

23
Rafael van der Vaart

28
Nigel de Jong

30
Collin Benjamin

32
Änis Ben-Hatira

1
Timo Hildebrand

3
Ricardo Osorio

6
Fernando Meira

11
Thomas Hitzlsperger

13
Pavel Pardo

16
Benjamin Lauth

17
Matthieu Delpierre

18
Cacau

19
Roberto Hilbert

21
Ludovic Magnin

28
Sami Khedira

Tore
66. Min 1:4  David Jarolim
75. Min 2:4  Ivica Olic
     
     
10. Min 0:1  Cacau
13. Min 0:2  Sami Khedira
27. Min 0:3  Roberto Hilbert
50. Min 0:4  Fernando Meira
Auswechslungen
45. Min Nigel de Jong
  Piotr Trochowski
45. Min Mehdi Mahdavikia
  Alexander Laas
63. Min Boubacar Sanogo
  Ivica Olic
67. Min Cacau
  Antonio da Silva
75. Min Benjamin Lauth
  Marco Streller
91. Min Roberto Hilbert
  Alexander Farnerud
Karten
20. Min Rafael van der Vaart
34. Min Änis Ben-Hatira
40. Min Ludovic Magnin
43. Min Thomas Hitzlsperger
Trainer
Huub Stevens
Armin Veh
 
 
 
Bundesliga, 07.04.2007

Auswärtssieg mit Köpfchen

Bei seinem Ex-Verein aus Hamburg feierte der von den Hanseaten an den VfB ausgeliehene Angreifer Benjamin Lauth seine Premiere in der Startformation der Mannschaft von Cheftrainer Armin Veh, der im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Aachen in der AOL-Arena insgesamt zwei Veränderungen in seiner ersten Elf vornahm. Neben Lauth, der anstelle von Marco Streller auflief, kehrte auch Matthieu Delpierre nach weitgehend ausgestandenen Kniebeschwerden wieder zurück in die Anfangself. Der Franzose spielte wie gewohnt in der Innenverteidigung. Sein Vertreter Ludovic Magnin wechselte folglich wieder auf die Linksverteidigerposition, was Arthur Boka einen Bankplatz einbrachte. Taktisch agierte der VfB in Hamburg mit einer 4-3-3-Formation, in der Roberto Hilbert, Cacau und Benny Lauth die Offensive bildeten.
Beide Mannschaften waren zunächst darauf aus, Sicherheit in ihre Aktionen zu bringen, weshalb in den ersten Minuten vor beiden Tore nicht viel passierte. Erst nach zehn Minuten wurde es deshalb richtig gefährlich. Thomas Hitzlsperger zog aus halbrechter Position ab und HSV-Keeper Frank Rost konnte die Kugel nur mit viel Mühe zur Ecke lenken. Diese hob der VfB-Nationalspieler ins Zentrum, wo die Hamburger nicht ausreichend klären konnten. Über Roberto Hilbert und Matthieu Delpierre kam das Spielgerät erneut vor das Hamburger Tor. Die Flanke des Franzosen köpfte Cacau aus Nahdistanz zum frühen 1:0 in die Maschen des Hamburger Kastens. Die Proteste der Hanseaten, die einen unfairen Einsatz des Brasilianers im Duell mit Joris Mathijsen ausgemacht haben wollten, fanden indes bei Schiedsrichter Lutz Wagner keine Reaktion. Das Tor zählte. Der VfB ließ sich von den Hamburger Beschwerden nicht irritieren und konnte nur drei Minuten später gar das zweite Tor nachlegen. Cacau spielte am rechten Flügel Pavel Pardo frei, dessen Maßflanke Sami Khedira per Kopf ins rechte obere Eck drückte, so dass es nach noch nicht einmal einer Viertelstunde Spielzeit 2:0 für den VfB stand.

Top

Die Hausherren tauchten nach knapp 20 Minuten erstmals gefährlich vor dem VfB-Kasten auf, nachdem die Mannschaft von Huub Stevens durch die beiden frühen Gegentore etwas aus dem Takt gekommen war.

Platzverweise gegen Ben-Hatira und Hitzlsperger

Eine Hereingabe von Rafael van der Vaart verpasste aber der freistehende Boubacar Sanogo um Haaresbreite, so dass Timo Hildebrand nicht eingreifen musste. HSV-Kapitän Rafael van der Vaart hatte danach Glück, dass sein hartes Einsteigen gegen Ludovic Magnin von Lutz Wagner nur mit Gelb und nicht mit einer dunkleren Farbe bestraft wurde, worüber sich der in dieser Situation übermotivierte Niederländer nicht hätte beschweren können. Fußballerisch ging es mit einem schönen Zuspiel von Roberto Hilbert auf Cacau weiter, der in halblinker Position nahezu ungedeckt abziehen konnte und die Kugel dabei ans Außennetz setzte. Was dem Brasilianer noch nicht gelang, holte Roberto Hilbert wenig später nach. Eine Freistoßflanke von Thomas Hitzlsperger köpfte der Neu-Nationalspieler gegen eine vollkommen desorientierte HSV-Defensive ins linke untere Eck zum 0:3. Frank Rost war einmal mehr chancenlos. Der HSV prüfte schließlich nach etwas mehr als einer halben Stunde in Person von Mehdi Mahdavikia VfB-Keeper Timo Hildebrand, der mit beiden Fäusten klären musste, da seine Verteidiger in dieser Situation nicht entschlossen genug zu Werke gegangen waren. Die Hamburger schwächten sich danach selbst, als der junge Änis Ben-Hatira Matthieu Delpierre unnötigerweise in die Beine fuhr, nachdem der Ball vom Franzosen längst gespielt worden war. Schiedsrichter Lutz Wagner zog Rot und der HSV war fortan nur noch zu zehnt. Ludovic Magnin holte sich indes fünf Minuten vor der Pause wegen Reklamierens eine gelbe Karte ab und darf deshalb am kommenden Samstag gegen Hannover zuschauen, da es die fünfte Verwarnung des Schweizers in dieser Saison war. Als Thomas Hitzlsperger wenig später im Mittelfeld gegen Nigel de Jong zu spät kam, wäre eine gelbe Karte gegen den Nationalspieler gerechtfertigt gewesen, was auch für Hitzlsperger die fünfte Verwarnung gewesen wäre. Schiedsrichter Lutz Wagner zog aber nicht Gelb, sondern zum Entsetzen von Hitzlsperger und der gesamten VfB-Mannschaft Rot, was völlig überzogen war und wieder für personellen Gleichstand auf dem Feld sorgte. Rafael van der Vaart bot sich derweil in der 45. Minute in halbrechter Position eine brauchbare Gelegenheit, den Schlenzer des Holländers konnte aber Timo Hildebrand entschärfen. Somit ging es mit einer 3:0-Führung und nur noch 20 Mann in die Pause.

Meiras Kopfball brachte das 0:4

Während VfB-Coach Armin Veh zur Pause auf Veränderungen verzichtete, wechselte Huub Stevens auf Seiten des HSV gleich doppelt aus. Alexander Laas und Piotr Trochowski ersetzten Mehdi Mahdavikia und Nigel de Jong in den zweiten 45 Minuten. Die erste Chance gehörte den Hanseaten, aber Boubacar Sanogo erwischte eine Flanke von Rafael van der Vaart nicht richtig, weshalb der Ball am Tor vorbei flog. Der Ivorer durfte sich danach gleich noch einmal probieren. Sein Schuss aus halbrechter Position endete am Außennetz. Cacau verpasste wenig später dann ein Zuspiel von Roberto Hilbert und prüfte hernach Frank Rost aus der Distanz, der die Kugel zur Ecke lenken konnte. Pavel Pardo hob das Spielgerät in den Strafraum und die Hamburger Defensive zeigte einmal mehr erhebliche Schwächen beim Kopfballspiel. Denn VfB-Kapitän Fernando Meira übersprang alle und lenkte den Ball zum 4:0 ins lange Eck. Ludovic Magnins Freistoß aus zentraler Position landete nur eine Minute danach in den Armen von Frank Rost. Der VfB blieb weiter das klar bessere Team und erarbeitete sich durch Roberto Hilbert die nächste Möglichkeit. Der Rechtsaußen ließ Bastian Reinhardt an der Strafraumgrenze einfach stehen, vergab dann aber aus zu spitzem Winkel. HSV-Coach Huub Stevens wechselte in der 63. Minute schließlich zum dritten und letzten Mal aus. Ivica Olic ersetzte im Angriff Boubacar Sanogo. Der Neue kam dann auch gleich völlig frei zum Kopfball, beförderte die Kugel aber genau in Hildebrands Arme. Gegen eine Mitte der zweiten Hälfte nicht mehr ganz konzentrierte VfB-Hintermannschaft konnte David Jarolim schließlich nach Zuspiel von Piotr Trochowski aus zentraler Position mit einem Flachschuss auf 1:4 verkürzen, ehe beim VfB Sekunden danach Antonio da Silva für Cacau auf den Platz kam. Und eine Viertelstunde vor dem Ende ersetzte dann Marco Streller seinen Sturmkollegen Benjamin Lauth. Der Schweizer stand gerade auf dem Platz, als die Hamburger zu ihrem zweiten Treffer kamen. Nach einer Ecke schnappte die Abseitsfalle der Veh-Elf nicht zu. So landete ein abgefälschter Schuss von David Jarolim vor den Beinen von Ivica Olic, der aus halbrechter Position zum 2:4 aus Sicht des Gastgebers verkürzte. Wenig später schien der alte Drei-Tore-Abstand wieder hergestellt zu sein, als Roberto Hilbert nach Zuspiel von Marco Streller den Ball im HSV-Tor versenkt hatte. Da der Schweizer zuvor aber von Joris Mathijsen an der Hand angeschossen wurde, zählte das vermeintliche fünfte VfB-Tor nicht. Der HSV witterte derweil nach seinem zweiten Erfolgserlebnis Morgenluft und stürmte nach vorne, was dem VfB Konterchancen einbrachte. So gewann Antonio da Silva nach 83 Minuten zwar ein Laufduell gegen David Jarolim, aber Frank Rost konnte außerhalb seines Strafraums den etwas zu weit vorgelegten Ball mit dem Fuß aus der Gefahrenzone schlagen. Bereits in der Nachspielzeit kam beim VfB noch Alexander Farnerud für Roberto Hilbert ins Spiel und somit zu einem Kurzeinsatz. Die letzte Chance hatte indes Piotr Trochowski, dessen Schuss Timo Hildebrand jedoch parieren konnte.

Der VfB gewann beim HSV dank einer sehr konsequenten Anfangsphase, die den Weg zum Sieg ebnete. Dem frühen 1:0 durch Cacau ließ Sami Khedira bald das zweite Tor folgen, ehe Roberto Hilbert die Schwächen in Hamburgs Hintermannschaft mit dem 0:3 nach nicht einmal einer halben Stunde vollends offen legte. Nach dem Platzverweis für Ben-Hatira schien die Partie bereits entschieden, doch als dann auch Thomas Hitzlsperger frühzeitig vom Platz musste, schien sich der HSV kurz vor der Pause nochmals zu berappeln. Als Fernando Meira kurz nach dem Seitenwechsel zum 4:0 traf, was die Messe eigentlich gesungen. Unkonzentriertheiten und mangelnde Aggressivität im Defensivverhalten ermöglichten dem Gastgeber aber noch zwei Treffer, die letztlich keine große Wirkung mehr hatten, da die Hambrger Bemühungen nicht ausreichten, um einen über weite Strecken dominanten VfB noch in Gefahr zu bringen.

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