Sonntag, 01.10.2006, 18:00 Uhr
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2 : 2 (2 : 1) |
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Schiedsrichter
Zuschauer
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Thorsten Kinhöfer |
40000 |
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12 Christian Fiedler 3 Arne Friedrich 4 Dick van Burik 5 Sofian Chahed 8 Pal Dardai 9 Marko Pantelic 11 Ellery Cairo 13 Christian Giménez 14 Josip Simunic 17 Kevin-Prince Boateng 20 Andreas Neuendorf |
1 Timo Hildebrand 3 Ricardo Osorio 11 Thomas Hitzlsperger 13 Pavel Pardo 17 Mathieu Delpierre 18 Cacau 19 Roberto Hilbert 21 Ludovic Magnin 25 Antonio da Silva 33 Mario Gomez 35 Serdar Tasci |
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| Auswechslungen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Karten | |||||||||||||||||||
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Falko Götz
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Armin Veh
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Beim Bundesliga-Gastspiel in Berlin veränderte VfB-Cheftrainer Armin Veh seine Startformation im Vergleich zum zurückliegenden 1:1 vor heimischer Kulisse gegen Eintracht Frankfurt auf zwei Positionen. Für Arthur Boka (Mandelentzündung) rückte Ludovic Magnin als Linksverteidiger in die Viererabwehrkette. Zudem ersetzte Thomas Hitzlsperger auf der halblinken Position im Mittelfeld den kurzfristig erkrankten Daniel Bierofka.
Hertha begann engagiert und versuchte gleich Druck aufzubauen, ohne dabei aber den VfB zunächst in Verlegenheit bringen zu können. Die Veh-Elf kam ihrerseits mit dem ersten Angriff gleich zur frühen Führung. Ludovic Magnin stürmte nach vier Minuten auf der linken Seite nach vorne und flankte aus dem Halbfeld in den Strafraum. Sein Ball fand Mario Gomez, der mit einer Direktabnahme Christian Fiedler im Hertha-Tor keine Chance ließ und zum 0:1 verwandelte. Die Hausherren zeigten sich vom Rückstand aber keinesfalls geschockt und kamen nur zwei Zeigerumdrehungen später durch Christian Gimenez zu einer guten Gelegenheit. Bedient von Kevin-Prince Boateng hatte der Leihspieler von Olympique Marseille freie Bahn, hob die Kugel aber letztlich nicht nur über den herauslaufenden Timo Hildebrand, sondern auch über das Tor. Nach neun Minuten konnten die Fans der Hertha dann aber doch jubeln. Denn nach einer Ecke von Andreas Neuendorf stieg Berlins Kapitän Arne Friedrich am ersten Pfosten am höchsten und drückte die Kugel per Kopf ins lange Eck zum 1:1-Ausgleich. Der VfB zeigte sich auch danach schläfrig und so fiel das zweite Hertha-Tor nach 14 Minuten nicht aus heiterem Himmel. Über die rechte Seite konnten sich die Berliner über Christian Gimenez, Andreas Neuendorf und Sofian Chahed in Richtung VfB-Strafraum spielen, wo Marko Pantelic den Ball zunächst annahm, sich danach um seinen Bewacher drehte und mit einem Drehschuss ins linke untere Eck zum 2:1 für den Gastgeber vollendete.
Die Partie verlor danach etwas vom hohen Anfangstempo und in den folgenden Minuten spielte sich das Geschehen fast nur zwischen den Strafräumen ab. Erst nach 23 Minuten wurde es mal wieder annährend gefährlich. Pavel Pardo hob den Ball in den Berliner Strafraum, wo Mario Gomez per Kopf auf Cacau verlängerte, der die Kugel zurück auf Gomez legte, dessen Schuss dann aber abgeblockt wurde. Doch selbst wenn der VfB-Angreifer in dieser Szene getroffen hätte, wäre es beim 2:1 geblieben, da Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer Cacaus Einsatz gegen Arne Friedrich als Foulspiel interpretiert und das Spiel bereits unterbunden hatte.
Chancen auf beiden Seiten
Auf der anderen Seite prüfte Sofian Chahed Mitte des ersten Durchgangs nach einem unnötigen Ballverlust im Mittelfeld Timo Hildebrand mit einem Distanzschuss, den die Nummer eins des VfB sicher parieren konnte. Nach etwas mehr als einer halben Stunde versuchte es Antonio da Silva mit einem Freistoß aus gut 25 Metern, setzte die Kugel aber letztlich über das Berliner Tor. Auch Cacau hatte neun Minuten vor dem Pausenpfiff das Visier nicht richtig eingestellt. Der Brasilianer probierte es aus gut 22 Metern mit einem Linksschuss und verzog dabei knapp. Als Mario Gomez fünf Minuten vor der Halbzeit an der Seitenlinie nach einem Zweikampf mit Josip Simunic behandelt werden musste und der VfB folglich in Unterzahl war, hatte die Hertha die Chance zu einem dritten Tor zu kommen, da der Veh-Elf in dieser Situation die Ordnung fehlte. Zwar sah die Defensive des VfB dabei alles andere als sicher aus, da die Herthaner aber die Verantwortung von Spieler zu Spieler weiter schoben und somit den Abschluss zur rechten Zeit verpassten, überstand das Team von Trainer Armin Veh die brenzlige Szene unbeschadet. Und auch ein Freistoß in aussichtsreicher Position kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte nichts ein, da Simunics Versuch direkt in den Armen von Timo Hildebrand landete. Im Gegenzug verzog Roberto Hilbert aus halbrechter Position und vergab damit die letzte Chance der ersten 45 Minuten. Somit ging es aus VfB-Sicht trotz einer schnellen Führung mit einem 1:2-Rückstand in die Kabinen, da zwei Unachtsamkeiten in der Defensive den Gastgebern zur Wende genügten.
Zum zweiten Durchgang kehrten beide Teams unverändert auf den Platz zurück. Bis zur ersten nennenswerten Aktion dauerte es acht Minuten. Ludovic Magnin flankte von der linken Seite und im Berliner Strafraum trat Herthas Abwehrchef Dick van Burik über die Kugel, was aber kein VfB-Akteur nutzen konnte, so dass die Kugel über die Torauslinie rollte und es lediglich Eckstoß für die Veh-Elf gab, der freilich nichts einbrachte. Der VfB tat in dieser Phase der Partie mehr für das Spiel, während sich die Berliner aufs Kontern verlagerten. Einer dieser Schnellangriffe sorgte nach 55 Minuten für Gefahr, als Marko Pantelic seinen Sturmkollegen Christian Gimenez in halblinker Position bediente, aber der herauseilende Timo Hildebrand konnte die Situation gerade noch entschärfen. Praktisch im Gegenzug versuchte sich Antonio da Silva aus der Distanz und setzte die Kugel nur knapp über das Berliner Tor.
Cacau traf per Kopf zum Ausgleich
Was dem Brasilianer nicht glückte, machte sein Landsmann Cacau wenig später besser. Nach einem Berliner Ballverlust in der Vorwärtsbewegung hatte Ricardo Osorio am rechten Flügel Platz und flankte von der Grundlinie ins Zentrum, wo Cacau per Kopf über Christian Fiedler hinweg zum 2:2 vollenden konnte. Und nur eine Zeigerumdrehung später hätte Mario Gomez das dritte VfB-Tor machen müssen. Freigespielt von Cacau, vergab der Angreifer aus zehn Metern mit einem Linksschuss die Großchance zur neuerlichen Führung und schoss die Kugel um Haaresbreite links am Hertha-Tor vorbei. Berlins Trainer Falko Götz reagierte auf den veränderten Spielverlauf und brachte nach exakt einer Stunde Patrick Ebert für Kevin-Prince Boateng ins Spiel. Der VfB war aber auch danach die aktivere Mannschaft und erarbeitete sich weitere Chancen. Zunächst setzte sich Ricardo Osorio einmal mehr am rechten Flügel durch und passte quer in die Mitte. Allerdings kam das Zuspiel in den Rücken von Cacau, der deshalb nicht mehr zum Abschluss kommen konnte. Der Brasilianer stand aber nur Sekunden später nach einer Hereingabe von der linken Seite kurz vor seinem zweiten Treffer, als er per Kopf am glänzend reagierenden Christian Fiedler scheiterte, der die Kugel gerade noch unter Mithilfe der Querlatte ablenken konnte. Für etwas Entlastung sorgte Marko Pantelic Mitte des zweiten Durchgangs. Sein Schuss strich aber rechts am VfB-Kasten vorbei. Wesentlich knapper ging es in der 70. Minute zu. Ein abgeblockter Schuss von Marko Pantelic nach einem Doppelpass landete im Strafraum vor den Beinen des vollkommen ungedeckten Christian Gimenez, dessen Schuss Matthieu Delpierre mit letztem Einsatz für seinen bereits geschlagenen Keeper Timo Hildebrand gerade noch abwehren konnte. Unmittelbar danach wechselte dann auch Armin Veh zum ersten Mal aus und ersetzte Roberto Hilbert durch Christian Gentner. Auch Falko Götz veränderte seine Elf hernach ein weiteres Mal. Er brachte für Andreas Neuendorf 14 Minuten vor dem Ende Angreifer Solomon Okoronkwo in die Partie, die danach für einige Minuten ohne Höhepunkte blieb. VfB-Cheftrainer Armin Veh wollte sich mit einem Punkt an der Spree derweil nicht begnügen und brachte neun Minuten vor Schluss mit Jon Dahl Tomasson eine frische Spitze ins Spiel. Der Däne ersetzte Cacau. Auf der Gegenseite verstärkte Götz die Defensive seiner unter der Woche im UEFA-Cup im Einsatz gewesenen Elf und nahm Mittelfeldspieler Ellery Cairo für Verteidiger Christopher Samba vom Feld. Während ein Versuch aus der Distanz von Arne Friedrich danach weit über das VfB-Tor flog, rutschte Jon Dahl Tomasson an einer Hereingabe von Christian Gentner zwei Minuten vor Schluss nur um Haaresbreite vorbei und verpasste damit ein mögliches Siegtor. Bereits in der Nachspielzeit kam Sami Khedira auf VfB-Seiten noch zu seinem Bundesliga-Debüt. Er kam für Antonio da Silva ins Spiel, das wenig später beendet war.
Unter dem Strich trennten sich die Hertha und der VfB verdientermaßen unentschieden. Nach der schnellen Führung durch Mario Gomez sorgten zwei individuelle Fehler in der Defensive des VfB dafür, dass die Berliner mit einem 2:1-Vorsprung in die Kabinen kamen. Aus diesen kam die Mannschaft von Trainer Armin Veh wesentlich engagierter zurück auf den Platz als die Hausherren und verdiente sich dadurch das 2:2 durch Cacau. Mario Gomez hätte wenig später genauso noch für einen Sieg sorgen können wie Cacau per Kopf oder Jon Dahl Tomasson kurz vor dem Ende, da aber auch Christian Gimenez zwei gute Chancen ausließ, konnte sich letztlich kein Team über das Remis beklagen.