Samstag, 21.10.2006, 15:30 Uhr
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1 : 1 (1 : 1) |
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Schiedsrichter
Zuschauer
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Lutz Wagner |
18000 |
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1 Simon Jentzsch 2 Facundo Quiroga 4 Alexander Madlung 5 Kevin Hofland 6 Tom van der Leegte 10 Jacek Krzynowek 11 Mike Hanke 13 Isaac Boakye 15 Hans Sarpei 18 Cedric Makiadi 22 Alex |
1 Timo Hildebrand 3 Ricardo Osorio 13 Pavel Pardo 15 Arthur Boka 17 Matthieu Delpierre 18 Cacau 19 Roberto Hilbert 25 Antonio da Silva 28 Sami Khedira 33 Mario Gomez 35 Serdar Tasci |
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| Auswechslungen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Karten | |||||||
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| Trainer | |
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Klaus Augenthaler
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Armin Veh
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Im Vergleich zum überzeugenden 3:0-Heimsieg vor Wochenfrist gegen Leverkusen nahm VfB-Cheftrainer Armin Veh beim Gastauftritt in Wolfsburg lediglich eine unvermeidbare Änderung in seiner Startformation vor. Für den erneut wegen Wadenproblemen pausierenden Kapitän Fernando Meira rückte Ricardo Osorio ins Team, der seine Schmerzen am Spann überwunden hat. Der Mexikaner verteidigte auf der rechten Seite der Viererkette und Serdar Tasci rückte wieder in die Mitte zu Matthieu Delpierre, um Meiras Platz einzunehmen.
Nach drei eher belanglosen Minuten war der VfB beim ersten gefährlichen Angriff der Hausherren gleich mächtig im Glück. Eine weit gezogene Flanke von der rechten Seite erreichte im Strafraum den vollkommen ungedeckten Alex, der die Kugel nicht richtig traf, dadurch aber Mike Hanke ins Spiel brachte. Der Nationalspieler setzte den Ball aus Nahdistanz aber zum Glück für den chancenlosen Timo Hildebrand nur an die Latte. Doch die VfB-Antwort folgte prompt. Ricardo Osorio fand mit seinem Pass Sami Khedira, der aus 20 Metern nicht lange fackelte und das Ziel nur knapp verfehlte. Der VfB-Youngster war auch an der nächsten Chance beteiligt. Bei seinem Pass in die Tiefe wurden sich Alexander Madlung und sein Keeper Simon Jentzsch nicht einig, weshalb Mario Gomez an den Ball kam, dann aber aus spitzem Winkel das Tor der Wolfsburger letztlich weit verfehlte. Die Partie verflachte danach für einige Minuten, da Wolfsburg nur schwer ins Spiel fand und der VfB nicht mehr machte als notwendig. Klare Chancen waren deshalb Mangelware und wenn es einmal gefährlich wurde, waren dafür Fehler in den beiden Defensivreihen verantwortlich. Zunächst hatte Roberto Hilbert bei einem Pass in die Tiefe nach einem Stellungsfehler der VfL-Verteidiger freie Bahn und wurde in aussichtsreicher Position von Hans Sarpei via Textilbremse eingefangen, was Schiedsrichter Lutz Wagner aber nicht als Foul werten wollte und weiter spielen ließ.
Auf der gegenüberliegenden Seite trat Serdar Tasci nach einer Linksflanke unbedrängt über die Kugel, aber die Wolfsburger Angreifer konnten daraus kein Kapital schlagen. Ganz im Gegensatz zur 26. Minute, als sich die VfB-Defensive einen kollektiven Blackout nahm. Zunächst hatte Jacek Krzynowek am linken Flügel viel zu viel Platz und konnte unbehelligt flanken und anschließend waren im Zentrum die beiden VfB-Innenverteidiger nicht nahe genug an Mike Hanke dran, der aus Nahdistanz per Kopf am chancenlosen Timo Hildebrand vorbei zum 1:0 traf.
Gomez besorgte den Ausgleich
Nach einer halben Stunde vergaben die Hausherren dann die Großchance auf ein zweites Tor. Nach einem unnötigen Ballverlust im Mittefeld wurde Mike Hanke auf der rechten Seite freigespielt. Seine Hereingabe verpasste Sturmpartner Isaac Boakye am langen Pfosten, was sich nur Sekunden später rächen sollte. Denn im Gegenzug gelang der Veh-Elf der Ausgleich. Antonio da Silva spielte klug in den Lauf von Mario Gomez, der in halbrechter Position mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 1:1 traf. Danach sorgte Timo Hildebrand für Aufsehen. Die Nummer eins des VfB wagte einen Ausflug aus seinem Strafraum und versuchte sich bei einem Kopfballduell in der Funktion eines Verteidigers, was seine Kollegen dahingehend korrigierten, dass die Kugel zur Ecke geklärt wurde. Diese hob Jacek Krzynowek in die Mitte und fand den Kopf von Alexander Madlung, der das Ziel nur knapp verfehlte. Der VfB agierte derweil auch nach dem Ausgleich in der Defensive bisweilen zu nachlässig, was sich auch nach 37 Minuten zeigte, als Mike Hanke in halbrechter Position abzog und Hildebrand den Flachschuss nur mit Mühe ablenken konnte. Aber auch sein Kollege musste sich im Gegenzug mächtig strecken. Ein Schuss von Mario Gomez verlangte Simon Jentzsch alles ab und nur mit Glück und der Hilfe des Außenpfostens konnte der ehemalige Karlsruher einen zweiten Einschlag in seinem Kasten verhindern. Vier Minuten vor der Pause war VfB-Schlussmann Timo Hildebrand dann bei einem Konter der Wölfe auf der Hut und fing an der Strafraumgrenze eine Flanke von Jacek Krzynowek vor dem herannahenden Mike Hanke gerade noch ab. Und bereits in der Nachspielzeit musste Hildebrand bei einem satten Schuss von Jacek Krzynowek vom linken Strafraumeck noch einmal zupacken, um den 1:1-Pausenstand festhalten zu können.
Durchgang zwei begannen beide Teams in unveränderter Formation. Bis zur ersten Gelegenheit nach Wiederbeginn dauerte es fünf Minuten. Pavel Pardo hob einen Freistoß von der rechten Seite ins Zentrum, den Mario Gomez mit viel Wucht aus spitzem Winkel über den Fünfmeterraum hinweg auf die rechte Seite bugsierte. Dort kam Roberto Hilbert an die Kugel, dessen Hereingabe Serdar Tasci zwar aufs Wolfsburger Tor köpfen konnte, aber nur die Arme von Simon Jentzsch fand. Auf der anderen Seite versuchte es Jacek Krzynowek mit seinem schwächeren rechten Fuß aus der Distanz und drosch die Kugel rechts am Kasten von Timo Hildebrand vorbei.
Schlussoffensive ohne Ertrag
Auch Roberto Hilbert hatte danach das Visier nicht richtig eingestellt und verzog in halbrechter Position im Anschluss an einen Steilpass genauso wie wenig später Cacau nach einer Hereingabe von der rechten Seite, als der Brasilianer die Kugel per Drehschuss weit über das VfL-Tor schoss. Das Spiel ging auch danach hin und her und bot beiden Teams die Möglichkeit in Führung zu gehen. Aber Jacek Krzynowek traf nach einer nicht optimal abgewehrten Flanke in aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig und Roberto Hilbert fand wenig später im aufmerksamen Simon Jentzsch seinen Meister. Nach 63 Minuten wechselte Armin Veh dann zum ersten Mal aus und ersetzte Sami Khedira im halblinken Mittelfeld durch Thomas Hitzlsperger. Der Nationalspieler fügte sich auch gleich gut ein und prüfte Simon Jentzsch mit einem noch leicht abgefälschten Distanzschuss, den Wolfsburgs Torhüter aber entschärfen konnte. VfL-Trainer Klaus Augenthaler riskierte knapp 20 Minuten vor dem Ende dann etwas mehr und brachte für Verteidiger Facundo Quiroga den offensiv orientierten Juan Carlos Menseguez in die Partie. Und auch beim VfB kam wenig später mit Jon Dahl Tomasson eine frische Kraft ins Spiel. Der Däne ersetzte Cacau im Angriff. Eine Viertelstunde vor dem Ende erwischte der aufgerückte Serdar Tasci unterdessen eine Ecke von Antonio da Silva nicht voll und vergab nahezu ungedeckt die Chance, die Veh-Elf auf die Siegerstraße zu bringen. VfB-Schlussmann Timo Hildebrand packte kurze Zeit später bei einem Weitschuss von Isaac Boakye sicher zu und riss bei einem Schuss von Cedrick Makiadi noch rechtzeitig die Fäuste hoch, nachdem der Mittelfeldmann von Wolfsburgs aktivstem Spieler, dem polnischen Linksfuß Jacek Krzynowek, in zentraler Position bedient worden war. Bei den Hausherren ersetzte in der Schlussphase derweil Miroslav Karhan Angreifer Isaac Boakye, dessen VfB-Kollege Mario Gomez wenig später mit einem abgefälschten Schuss aus spitzem Winkel beinahe seinen zweiten Treffer markiert hätte, aber Kevin Hofland rettete mit letztem Einsatz auf der Torlinie. Vier Minuten vor Schluss kam Daniel Bierofka schließlich noch zu einem Kurzeinsatz und für Roberto Hilbert ins Spiel. Der VfB startete danach noch eine beachtliche Schlussoffensive, aber Mario Gomez vergab gleich zweimal in halbrechter Position gegen Simon Jentzsch und übersah jeweils den in der Mitte freistehenden Jon Dahl Tomasson und Thomas Hitzlspergers Weitschuss ging über das Tor, weshalb es am Ende bei einer Punktteilung in der Volkswagen Arena blieb.
Der VfB zeigte zumindest phasenweise auch in Wolfsburg, warum das Team in der bisherigen Saison auswärts noch ungeschlagen ist. Gefällige Kombinationen nach vorne und auch reichlich Gelegenheiten, mehr als nur einen Treffer zu erzielen, wechselten aber mit Schwächen in der Defensive ab, weil die Veh-Elf nicht immer aggressiv genug in die Zweikämpfe ging. Deshalb war am Ende auch nicht mehr als ein Punkt möglich, den Mario Gomez mit seinem fünften Tor im fünften Spiel hintereinander nach der VfL-Führung durch Mike Hanke sicherte.