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Länderspiele, 25.06.2008

Mit Mühe ins Endspiel

"Never change a winning team", sagte sich Bundestrainer Joachim Löw beim Spiel der EM-Vorschlussrunde heute in Basel gegen die Türkei und schickte exakt die elf Mann auf den Platz, die auch schon im Viertelfinale beim 3:2-Sieg gegen Portugal begonnen hatten. Damit vertraten wiederum Keeper Jens Lehmann und Mittelfeldspieler Thomas Hitzlsperger die VfB-Farben in der DFB-Auswahl, während Angreifer Mario Gomez nur ein Bankplatz blieb. Vor ausverkauftem Hause legten die Türken selbstbewusst los und kamen durch Kazim Richards zum ersten Schuss, den Jens Lehmann jedoch sicher parieren konnte. Der zukünftige VfB-Schussmann war auch danach auf dem Posten und rettete gegen den durchgebrochenen Münchner Hamit Altintop. Weiter waren die Türken klar Ton angebend und die Deutschen mit Fortuna im Bunde, als Kazim Richards ein Zuspiel von der Grundlinie an die Querlatte hämmerte und im zweiten Versuch Semih Sentürk die dann von links hereingegebene Flanke knapp am Pfosten vorbei setzte. Die Löw-Elf versuchte mit einer ersten Offensivaktion dagegenzuhalten, geriet jedoch nach 22 Minuten in Rückstand. Sabri Sarioglu flankte von der rechten Seite und Kazim Richards lenkte die Kugel artistisch an die Querlatte.

Ugur brachte die Türken in Front

Den Abstauber versenkte Ugur Boral schließlich zum 1:0 für die Türkei. Jens Lehmann kam zwar noch an den Ball, konnte den Rückstand jedoch nicht mehr verhindern. Doch nur vier Minuten später gelang der schnelle Ausgleich. Eine Flanke von Lukas Podolski verwertete Bastian Schweinsteiger per Außenristschuss zum in dieser Phase glücklichen 1:1. Nach etwas mehr als einer Stunde waren dann aber wieder die Türken an der Reihe. Einen gefährlichen Freistoß von Hamit Altintop, der lang und länger wurde und wohl als Flanke gedacht war, konnte Jens Lehmann mit Mühe noch über die Latte lenken.

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Die Antwort gab Thomas Hitzlsperger mit einem formidablen Pass auf Lukas Podolski, der auf der linken Seite freie Bahn hatte und das Ziel nur knapp verfehlte. Auf der anderen Seite wehrte Jens Lehmann einen von Ugur Boral direkt auf das Tor gezogenen Freistoß von der rechten Seite bravourös ab und war anschließend im Glück, dass Sabri Sarioglu aus der Distanz den Ball knapp über den Querbalken setzte. Mit einem Remis ging es schließlich in die Kabinen.

Zwei späte Tore

Den ersten Aufreger nach der Pause gab es nach einem neuerlichen Traumpass von Thomas Hitzlsperger zu sehen, der es Philipp Lahm am Ende erlaubte, auf der linken Seite in den Strafraum einzudringen, wo er auf der Linie unsanft von Sabri Sarioglu ausgebremst wurde. Allerdings verzichtete der Schweizer Schiedsrichter Massimo Busacca auf einen Elfmeterpfiff, über den sich jedoch kein Türke hätte beschweren können. Wenig später versuchte es Thomas Hitzlsperger dann aus der Distanz, blieb dabei aber erfolglos. Gefährliche Flanken von Miroslav Klose auf der einen und Sabri Sarioglu auf der anderen Seite führten hernach nicht zum Erfolg, da hüben wie drüben keine Abnehmer für die Hereingaben zu finden waren. Im deutschen Mittelfeld setzte indes weiter VfB-Profi Thomas Hitzlsperger die meisten Akzente. So auch nach gut 70 Minuten, als ein Weitschuss des Linksfußes knapp am Tor vorbei rauschte. Elf Minuten vor dem Ende begünstigte schließlich ein Fehler von Recber Rüstü das deutsche 2:1 durch Miroslav Klose. Der türkische Keeper flog an einer an sich harmlosen Flanke von Philipp Lahm vorbei und ermöglichte dem Münchner damit sein zweites EM-Tor per Kopf. Doch wie schon so oft in diesem Turnier, schlug die Türkei wiederum spät zurück. Sabri Sarioglu versetzte am rechten Flügel Philipp Lahm und fand mit seiner Flanke Semih Sentürk, der zum 2:2 vollendete. Aber auch die deutsche Elf zeigte anschließend türkische Qualitäten und erzielte ihrerseits noch ein spätes Tor. Thomas Hitzlsperger spielte Philipp Lahm frei, der in halblinker Position zum 3:2 verwandeln konnte, damit seinen Fehler vor dem 2:2 wieder gut machte und das deutsche Finalticket löste.

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