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Profis, 27. Februar 2025

Wieder auf Kurs - oder?

Der Südschlager steht an. Der VfB eröffnet am Freitagabend, 20.30 Uhr, gegen den FC Bayern den 24. Spieltag. Die Münchner sind ligaweit derzeit das Maß der Dinge, haben aber noch größere Ziele im Blick.

In der Vorsaison blieben die Bayern hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Sie beendeten die Bundesliga-Serie hinter Bayer Leverkusen und dem VfB „nur“ auf Rang drei. Doch unter ihrem neuen Trainer Vincent Kompany sind die Münchner nun wieder voll auf Kurs Meisterschaft. Vor dem 24. Spieltag steht ein Vorsprung von acht Punkten auf den amtierenden Meister zu Buche. Im vergangenen Jahr hinkte der FCB den Rheinländern zu diesem Zeitpunkt selbst acht Punkte hinterher. Das Torverhältnis der Bayern, das aktuell bei 69:19 und damit einer Differenz von +50 liegt, ist das beste nach dem 23. Spieltag seit der Saison 2014/2015 (+53). Mehr als 69 Tore wies der Rekordmeister zu diesem Zeitpunkt einer Bundesliga-Saison erst einmal auf (74 Tore, Saison 2021/2022). Dass die Bayern nur eines der ersten 23 Spiele verlieren, gab es letztmals in der Saison 2016/2017.

Makellos aus elf Metern
Mit 21 Treffern in 21 von 23 möglichen Spielen steht Harry Kane derzeit, wie auch am Ende der vergangenen Saison, an der Spitze der Bundesliga-Torjägerliste. Damit weist er einen etwas schwächeren Wert als zum Zeitpunkt der Vorsaison auf, als er nach 23 Einsätzen bei 27 Treffern stand und die Spielzeit mit 36 Toren beendete. Ob er diese Ausbeute in den verbleibenden Spielen noch erreicht, bleibt abzuwarten.

Ein anderer Bundesliga-Topwert wackelt dagegen gewaltig. Denn Harry Kane verwandelte alle neun Elfmeter, die dem FCB in dieser Spielzeit zugesprochen wurden. Er ist damit der erste Bundesliga-Akteur seit Hans-Jörg Butt, der als Torhüter in der Saison 1999/2000 ebenfalls neun Elfmeter für Bayer Leverkusen versenkte, dem das gelingt.

Knackt Harry Kane einen Rekord?
Den Bundesligarekord für die meisten Elfmetertore eines Spielers innerhalb einer Spielzeit hält derzeit (noch) Paul Breitner (Saison 1980/1981, zehn Tore). Bei noch elf zu absolvierenden Spielen könnte dieser aber in der laufenden Saison durchaus gebrochen werden.

Kurios: Nimmt man die getretenen Elfmeter Harry Kanes für den FC Bayern in der UEFA Champions League, für die englische Nationalelf sowie die aus seiner Zeit bei Tottenham Hotspur mit in die Rechnung auf, verwandelte der Bayern-Stürmer seine letzten 29 Elfmeter seit seinem Fehlschuss im WM-Halbfinale 2022 gegen Frankreich (1:2). Seit er für den FCB in der Bundesliga aufläuft, fanden alle seiner 14 Elfmeter den Weg ins Tor. Nur einmal ging der Rekordmeister dabei als Verlierer vom Platz: Beim 1:3 in Stuttgart vor knapp einem Jahr.

Der Traum vom „Finale dahoam 2.0“
Dass eine Mannschaft ein UEFA Champions League-Endspiel im eigenen Stadion bestreitet, kam seit der erstmaligen Austragung der “Königsklasse“ (bzw. des Vorgängerwettbewerbs Europapokal der Landesmeister) erst viermal vor: Gleich im zweiten Jahr gewann Real Madrid in der Spielzeit 1956/1957 den Titel im Estadio Santiago Bernabéu, zwölf Jahre später setzte sich Inter Mailand im heimischen San Siro die Krone auf. Zweimal ging der Finalist mit Heimvorteil als Verlierer vom Platz: 1983/1984 erwischte es die AS Rom im Olympiastadion der italienischen Hauptstadt. Und der FC Bayern unterlag 2012 dem FC Chelsea in der Münchner Allianz Arena unglücklich im Elfmeterschießen. Weil das Finale auch in diesem Jahr in München stattfindet, wollen die Bayern etwas Historisches schaffen und das erste Team werden, das zwei UEFA Champions League-Finals im eigenen Stadion bestreitet. Der Weg dahin wird für die Mannschaft von Vincent Kompany allerdings alles andere als leicht: Bereits im Achtelfinale, dessen Hinspiel in der kommenden Woche ausgetragen wird, trifft der sechsmalige UEFA Champions League-Sieger auf den amtierenden deutschen Doublegewinner Bayer Leverkusen.