
Keine Spur von Frust oder Enttäuschung. Der VfB hat die Niederlage von Samstagabend in Frankfurt (0:1) aufgearbeitet. Und gemeinsam verarbeitet. Der Kopf ist frei für den Wettbewerbswechsel – und damit verbunden setzt das große Ziel neue Energie frei. „Das Team freut sich enorm auf dieses Spiel“, sagt Cheftrainer Sebastian Hoeneß und gibt einen Einblick in die Stimmungslage vor dem DFB-Pokal-Halbfinale am Mittwochabend, 20.45 Uhr, live bei ZDF und Sky, im VfB Radio und im VfB Liveticker: „Ich spüre in der Kabine, auf dem Trainingsplatz und in den Gesprächen, wie heiß die Jungs auf diese Aufgabe sind. Wir haben uns ins Halbfinale gearbeitet und sind noch einen Schritt von Berlin entfernt.“
Gemeinsam soll dieser Schritt gelingen. Womit der VfB direkt beim Heimspielvorteil ist. Die MHP Arena wird im Heimbereich restlos ausverkauft sein. „Die Unterstützung der Fans hat eine enorm große Bedeutung“, sagt Sebastian Hoeneß: „Wir haben oft genug erlebt, welch Energie wir in unserem Stadion zusammen entstehen lassen können. Das kann den Ausschlag geben, die Partie auf unsere Seite zu ziehen.“ Flutlicht, K.o.-Spiel, der DFB-Pokal und seine eigenen Gesetze – es ist bekannt, dass solche Abende eine ganz besondere Dynamik entwickeln können.
Trainerwechsel in Leipzig registriert
Diesen Schwung wird es gegen den Cupgewinner 2022 und 2023 brauchen. Wenngleich RB Leipzig in der Bundesliga auf Rang sechs abgerutscht ist, verfügt das Team über reichlich Qualität. Und seit Sonntag auch über eine neuen Trainer: Zsolt Löw übernahm für Marco Rose. „Es ist grundsätzlich immer schade, wenn ein Trainerkollege gehen muss. Ich schätze Marco (Rose, Anm. d. Red.) sehr, kenne aber auch Zsolt (Löw, Anm. d. Red.) aus früheren, gemeinsamen Zeiten“, sagt Stuttgarts Chefcoach. Zsolt Löw, der im Profibereich bislang als Co-Trainer aktiv war und nun erstmals die Hauptverantwortung für eine Mannschaft trägt, fungierte bei den Leipzigern und dem zugehörigen RB-Verbund zuletzt als Head of Soccer Development.
Der VfB hat den Trainerwechsel sehr wohl registriert, wird ihn jedoch nicht überbewerten. Vielmehr gehe es darum, die eigenen Stärken und die notwendige Effizienz auf den Rasen zu bringen, wie Sebastian Hoeneß erklärt: „Wichtig ist, neben all der Energie und dem Hunger auch den richtigen Fokus und eine hohe Konzentration in unserem Spiel zu haben.“ Personell werden sich die Jungs aus Cannstatt kaum umstellen müssen.
Ameen Al-Dakhil und Leonidas Stergiou sind spielberechtigt
Das hängt damit zusammen, dass es keine wesentlichen Veränderungen gegenüber den vergangenen Auftritten gibt. Die Sperre von Ameen Al-Dakhil gilt ausschließlich für Meisterschaftspartien, Leonidas Stergiou ist nach seinem Platzverweis ohnehin wieder spielberechtigt. Beide Akteure können am Mittwochabend somit eingesetzt werden.
Justin Diehl (Oberschenkel), Dan-Axel Zagadou (Knie), Anrie Chase (Adduktoren), Nikolas Nartey (Oberschenkel) und Luca Raimund (Oberschenkel) stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.
