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Profis, 3. April 2025

Berlin gebucht, Bochum im Kopf

Wille und Effizienz machen im DFB-Pokal-Halbfinale den Unterschied. Nach dem großen Jubel kündigt sich die nächste Aufgabe an: den Schwung in die Liga mitnehmen.

Aufgewacht. Augen gerieben. Immernoch im DFB-Pokal-Finale. Am Morgen nach dem Sieg im Halbfinale gegen RB Leipzig (3:1) sind viele Momente rasch präsent. Etwa das Traumtor von Angelo Stiller zum 1:0, das den Weg ebnete. Die Paraden von Torhüter Alexander Nübel. Die nervenstarke Reaktion der Mannschaft nach dem zwischenzeitlichen 2:1-Anschlusstreffer. Und natürlich der riesengroße Jubel mit den Fans nach Abpfiff, inklusive des „Grätschendivers“ von Cheftrainer Sebastian Hoeneß. Was ebenso in den Köpfen präsent ist: der VfL Bochum. Am Samstag, 15.30 Uhr, gastieren die Jungs aus Cannstatt im Ruhrgebiet. Der VfB möchte den Schwung aus dem Finaleinzug mitnehmen, um auch in der Bundesliga wieder zu siegen. Doch der Reihe nach.

Zunächst überwog am Mittwochabend pure Freude. Erstmals seit der Saison 2012/2013 steht der Club aus Cannstatt wieder in einem DFB-Pokal-Finale. „Wir haben uns einen kleinen Traum erfüllt“, sagt Sebastian Hoeneß und lobt, wie die Fans das Heimspiel gleichzeitig zum Heimvorteil machten: „Die Unterstützung von den Rängen war unglaublich, das hat uns getragen.“ Gemeinsam gelang es, auch jene kritische Phase zu überstehen, in der RB Leipzig in der Mitte der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich drückte. „Die Mannschaft hat sich kurz geschüttelt und ist anschließend überragend mit der Situation umgegangen“, sagt der 42-Jährige, der am heutigen Donnerstag exakt seit zwei Jahren als Chefcoach des VfB fungiert und erst kürzlich seinen Vertrag vorzeitig bis Sommer 2028 verlängerte.

Fabian Wohlgemuth: „War auch ein Frustlöser“

Ein Pokal-Fight unter Flutlicht. Während Leipzig mehr Ballbesitz hatte und in Summe mehr Torschüsse verzeichnete, erwies sich der VfB diesmal als das effizientere Team. „Das Spiel war auch ein Frustlöser nach den letzten, nicht leichten Wochen, in denen wir viel einstecken mussten“, fasst Fabian Wohlgemuth zusammen, der wiederum am Halbfinal-Tag seinen 46. Geburtstag feierte. Der Vorstand Sport ordnet ein: „Es war am Ende ein grandioser Sieg und eine echte Willensleistung gegen einen sehr, sehr starken Gegner.“

Dass mit dem DFB-Pokal-Finale am 24. Mai im Berliner Olympiastadion gegen Arminia Bielefeld (die Ostwestfalen setzten sich im weiteren Halbfinale 2:1 gegen Bayer Leverkusen durch) ein herausragender Saisonabschluss feststeht, ist Zukunftsmusik. Die Gegenwart, da sind sich Fabian Wohlgemuth und Sebastian Hoeneß einig, heißt Bundesliga.

Finale am 24. Mai im Kalender fest notiert

Und dort sollen schnellstens weitere Punkte gesammelt werden. Die Mentalität der Jungs aus Cannstatt – gepaart mit Überzeugung und Effizienz – soll dafür sorgen, auch in der Liga in die Erfolgsspur zurückzufinden. „Die Aufgabe in Bochum ist eine ganz wichtige“, sagt Sebastian Hoeneß und richtet den Blick bereits voraus: „Wir müssen die gleiche Bereitschaft an den Tag legen und das Spiel von der ersten Minute an annehmen.“

Berlin gebucht, Bochum im Kopf – für den VfB beginnt nun ein besonderes Saisonfinale. Das hat sich die Mannschaft gemeinsam erarbeitet. Im Idealfall endet es am 24. Mai erneut mit Jubel. Der Tag ist im Kalender – spätestens seit Mittwochabend – fest notiert. Doch der Weg dorthin hält noch einige Aufgaben parat, die mitentscheidend sein werden, in welcher Form der VfB sein großes Finale spielen wird.